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Überraschungs-Ei 

Unterhaltsames  &  Nachdenkliches

    Texte  01 - 12    

01

02 03 04  05 06  07 08  09 10  11  12

<..> = Verfasser,  * = Verfasser unbekannt,   ** = Verfasser: Gerhard Salger 

 

01

 
All das Vergangene, 
die gelebten Leidenschaft, 
der Alltag, 
das Alleinsein und die Umarmungen, 
die Verzweiflungen, 
die Zärtlichkeiten und der Hass, 
Augenblicke wie Ewigkeiten und geflohene Jahre, 
all die Leben, die du schon lebtest, 
die Widersprüche, 
das Erkennen und Vergessen,
die Angst und die Hoffnung,
das Gesicht im Spiegel,
all diese Bruchstücke heißen DU.               *)      
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02


pflücke den tag und gehe behutsam damit um
es ist dein tag - vierundzwanzig stunden lang
zeit genug 
ihn zu einem wertvollen tag 
werden zu lassen
darum lass ihn nicht 
schon in den morgenstunden verwelken                *)      
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03


Es gibt keine Fremden,
nur Freunde, 
die man noch nicht kennt.                 *)      
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04


Eines ist so wichtig, wie das andere:
Rechtzeitig zu-fassen und
rechtzeitig los-lassen!  

                           <Chin.Lebensweisheit>
                 *)       weiter

 

05


Ich möchte mit dir offen reden, ohne dich zu verletzen,
dich lieben, ohne mich an dich zu hängen,
dich annehmen, ohne dich zu beurteilen,
von mir reden, ohne dir damit lästig zu werden.
Ich möchte zu dir kommen, ohne mich aufzudrängen,
dich einladen, ohne dich zu fordern,
von dir weggehen, ohne Schuldgefühle zu haben,
dich kritisieren, ohne anzuklagen,
dir helfen, ohne dich zu kränken. - 
Wenn ich dasselbe von dir auch haben kann,
werden wir uns als Schwestern und Brüder begegnen,
uns gegenseitig bereichern 
und Christus in uns entdecken.                                  *)      
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06


Lass mich nicht bitten, 
   vor Gefahr bewahrt zu werden,
   sondern ihr furchtlos zu begegnen.
Lass mich nicht 
   das Ende der Schmerzen erflehen,
   sondern das Herz, das sie besiegt.
Lass mich auf dem Kampffeld des Lebens
   nicht nach Verbündeten suchen,
   sondern nach meiner eigenen Stärke.
Lass mich nicht in Sorgen und Furcht
   nach Rettung rufen,
   sondern hoffen, dass ich Geduld habe,
   bis meine Freiheit errungen ist.
Gewähre mir, dass ich kein Feigling bin,
   der deine Gnade nur im Erfolg erkennt.
Lass mich aber den Halt Deiner Hand fühlen,
   wenn ich versage.
                                
<Rabindranath Tagore>                       weiter

 

07


Tut das Unnütze!
Singt die Lieder,
die man aus euerem Mund
nicht erwartet!
Seid unbequem!
Seid Sand,
nicht Öl im Getriebe der Welt!
                           <Günter Eich>                     weiter

 

08


SELBSTACHTUNG
 
Ich bin ICH!
Nirgendwo gibt es jemanden, der genau so ist, wie ICH! -
Einige Menschen sind mir in Einzelheiten gleich,
aber niemand ist ganz so, wie ICH. -
Darum gehört alles, was ICH tue, zweifelsfrei zu MIR!
Alles an MIR gehört zweifelsfrei zu MIR:
  mein Körper und alles, was er tut;
  mein Geist, mit all seinen Gedanken und Ideen;
  meine Augen mit allen Bildern, die sie sehen;
  alle meine Gefühle - 
  Ärger, Freude, Frustration, Liebe, Enttäuschung, Erregung;
  mein Mund und alle Worte, die er spricht - 
  höfliche, harte und grobe, wahre und falsche;
  meine Stimme, laut und leise  und alles, 
  was ich tue in bezug auf andere oder auf mich selbst;
  meine Phantasie gehört zu mir,
  meine Träume,
  meine Hoffnungen,
  meine Ängste,
  alle meine Niederlagen und Fehler,
  alle meine Triumphe und Erfolge.

Weil das alles zu mir gehört, 
kann ich mich selbst genau kennenlernen.

Wenn ich das tue, kann ich mich lieben
und freundlich sein zu allen Teilen meiner Person.
So kann ich es ermöglichen, 
dass alles in mir zu meinem Besten wirkt.

Ich weiß von Seiten an mir, die mich verwirren, und 
ich weiß, dass ich Seiten habe, die ich noch gar nicht kenne.

Solange ich jedoch freundlich und liebevoll zu mir selbst bin,
kann ich mutig und voller Hoffnung darauf hinarbeiten, 
dass sich die Verwirrung löst, 
und dass ich Möglichkeiten finde, mehr über mich zu erfahren.

Wie immer ich aussehe und mich äußere, 
was immer ich sage oder tue, 
was immer ich denke oder fühle 
in jedem beliebigen Augenblick: 
"Das bin ICH!" - 
und es drückt aus, wo ICH in diesem Augenblick stehe.

Wenn ich später erneut betrachte, wie ich ausgesehen und wie ich mich ausgedrückt habe, was ich gesagt und getan habe, wie ich gedacht und gefühlt habe, dann mögen sich Einzelheiten als unpassend erweisen. Ich kann das Unpassende fallen lassen und das Passende beibehalten und etwas Neues finden für das, was ich aufgebe.

Ich kann sehen, hören, fühlen, sprechen, handeln. Ich habe alles, was ich brauche, um zu überleben, um anderen nahe zu sein, um schöpferisch zu sein und die Welt der Dinge und der Menschen um mich herum sinnvoll zu gestalten. Ich gehöre mir selbst! Darum kann ich mich selbst gestalten! 

Ich bin ICH
und
Ich bin wertvoll!                                                     *)
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09


DIE DREI SIEBE DES SOKRATES

Aufgeregt kommt jemand zu Sokrates gelaufen:
"Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen, 
wie dein Freund ....."

"Halt ein!" - unterbricht ihn der Weise - "hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe geschüttet?"

"Drei Siebe?" - fragt der andere voll Verwunderung.
"Ja, mein Freund, drei Siebe! - Lass sehen, ob das, was du mir erzählen willst durch die drei Siebe hindurchgeht.

Das erste Siebe ist die Wahrheit. - Hast du alles, was du mir erzählen willst 'geprüft'. ob es wahr ist?"
"Nein, ich hörte so erzählen und .... "

"So, so. - Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist das Sieb der Güte. - Ist das, was du mir erzählen willst, wenn schon nicht als wahr erwiesen, wenigstens gut?"
Zögernd sagt der andere: "Nein, das nicht, im Gegenteil."

"Dann", unterbricht ihn der Weise, "lass uns auch noch das dritte Sieb anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so erregt?"
"Notwendig nun gerade nicht ... "

"Also" - lächelt Sokrates - "wenn das, was du mir erzählen willst weder wahr - noch gut - noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!"

                                                                      *)       weiter

 

10


Wenn man den Weg verliert,
lernt man ihn kennen.
          <Afrikanische Lebensweisheit>        *)       weiter

 

11


Vor jedem steht ein Bild, des, was er werden soll,
solange er das nicht ist, ist nicht sein Friede voll.
                                              <Angelius Silesius>                     weiter

 

12


GESTERN  -  HEUTE  -  MORGEN
 
In jeder Woche gibt es zwei Tage, die uns nicht beunruhigen und keine Angst und Besorgnis auslösen sollten.

Der eine Tag ist Gestern, mit seinen Irrtümern und Fehlern, seinen Wunden und Schmerzen. Gestern ist für immer vorbei. Das hat sich unserer Kontrolle entzogen. Alle Reichtümer der Welt können das Gestern nicht zurückholen. Wir können nicht eine einzige Handlung ungeschehen, kein einziges Wort ungesagt machen. 
Gestern ist vorbei.

Der andere Tag, über den wir uns keine Gedanken machen sollten, ist Morgen. Mit seinen eventuellen Unannehmlichkeiten, Verpflichtungen und Erwartungen, die nicht immer erfüllt werden. Morgen hat auf uns keinen Einfluss. Morgen wird die Sonne aufgehen, entweder in voller Pracht oder hinter einer Wolkendecke - aber sie wird aufgehen. Solange die Sonne nicht aufgegangen ist, ist Morgen ungeboren.

Somit bleibt noch ein Tag - Heute.
Jeder kann die Probleme des einen Tages bewältigen.
Nur wenn die Sorgen der beiden anderen Ewigkeiten - Gestern und Morgen - hinzukommen, kann es unverträglich werden.

Denn es sind nicht die Erlebnisse von Heute, die Menschen verzweifeln lassen, sondern Gewissensbisse und Bitterkeit, zu dem, was Gestern geschah und die Angst vor dem, was Morgen kommen kann.    
                                                                                                *)

 

vorgestellt ab 10.11.13 (08)   Einladung, ein wenig einzuhalten und zu verweilen! Es lohnt sich!  :-)))  -  
... und all das bist DU!   X   pflücke den tag ....   X   Es gibt keine Fremden ...   X   ... zu-fassen und los-lassen   X   ... begegnen und sich gegenseitig bereichern    X   ... deine Hand, die mir Halt gibt   X   Tut das Unnütze ...   X   Selbstachtung   X   drei Siebe des Sokrates   X   afrik. Lebensweisheit   X   Angelius Silesius   X   gestern / heute / morgen 

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