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Partnerschaft 

Wie geht das ? - 39

  

PGG
PartnerschaftsGrundGesetz

nur eine Gedankenspielerei ???

 

 

 

1. Unsere ANLIEGEN

Wir zwei - ... (Name) und ... (Name) - mögen uns und wollen als Paar eine gemeinsames Leben führen, das sowohl den individuellen, als auch den gemeinsamen Bedürfnissen Rechnung trägt.

Jeder von uns soll sich in der Paarbeziehung wohl, aufgehoben und zuhause fühlen.

Wir sind aber als Menschen, besonders auch nach einem über das Lebensalter zurückgelegten, individuellen Entwicklungsweg, sehr verschieden - im Denken, im Fühlen und in den jeweiligen Bedürfnissen.

Deshalb wollen wir einander immer besser kennen- und verstehen-lernen - und das Verschiedene durch Brücken der Verständigung, des Aufeinander-zugehens und des Aufeinander-eingehens miteinander verbinden.
Das ist immer und in jedem Fall eine gemeinsame Aufgabe,
die wir nur gemeinsam bewältigen können, und die wir auch gemeinsam so schaffen wollen.

Jedem von uns soll es miteinander besser gehen und er soll sich im Miteinander wohler fühlen, als alleine. Das bedeutet, dass sich jeder möglichst immer als GEWINNER fühlen sollte. Als einen Teil der Beziehung also, der aus dem Miteinander - oder aus einem Gespräch - oder aus einem gemeinsamen Tun - für sich das MEHR spürt und sich an dem freuen kann, was da aus diesem Miteinander erwächst.

Das bedeutet, dass - gleichgültig wann und wie - jeder darauf bedacht sein muss, dass es ihm selbst gut, ja möglichst besser geht - und gleichzeitig dem anderen auch.

Ich schaue also auf mich - und auf dich,
du schaust auf dich - und auf mich!

Nur so können wir unser Miteinander mit möglichst viel Fröhlichkeit und Leichtigkeit zum Blühen bringen und am Blühen erhalten.

Wir wissen, achten und respektieren:

Du bist ein ganz anderer - von mir verschiedener - Mensch.
Ich nehme dich so an, wie du bist.

Ich bin ein ganz anderer - von dir verschiedener - Mensch.
Du nimmst mich so an, wie ich bin.



Wie bin ich denn?    
und     Wie bist du denn?

Das wollen wir - gemeinsam und jeder für sich - immer genauer herausfinden und uns gegenseitig erklären und verständlich machen.

Um gute Verbindungen zueinander herstellen zu können, brauchen wir gute und klärende Gespräche, um einander voneinander zu erzählen (das je Eigene miteinander zu teilen), um Missverständnisse zu klären, um Wünsche und Bedürfnisse zu erklären und zu integrieren, um gemeinsam auf ein noch besseres, freudvolleres und intensiveres Leben zuzusteuern.

 

2. So wollen WIR es MACHEN

·    Wir wollen Konflikte klären und bereinigen,
wenn sie auftreten

Aussteigen aus einem Konflikt:
Wer es merkt und kann, unterbricht, indem er das Streitthema verlässt und das gemeinsame Versöhnungsritual vorschlägt.

Wir verpflichten uns gegenseitig, auf die Streitunterbrechung und die anschließende Versöhnung einzugehen.

Es ist ja nichts verloren, denn notwendige Klärungen werden wir zu einem späteren Zeitpunkt, wenn wir uns gefasst haben und wieder gut miteinander sind, vornehmen (wenn sie einer von uns als notwendig erklärt). 
Das versprechen wir uns gegenseitig.
 

  • Ablauf:
    Erzählen + Zuhören + gemeinsame Lösung suchen 
    (einigen auf einen Weg, der so dann für beide gut und gangbar ist):

·        Jeder erzählt das Seine (Ich-Form!).

·        Wenn einer erzählt, hört der andere zu.

·        Wir sprechen nur vom aktuellen Fall.

·        Wir lösen den aktuellen Fall so, dass jeder von uns damit
     zufrieden ist
und diese Zufriedenheit auch bestätigt. 

 

3. Versöhnungsritual

1.Schritt.
Wer von uns es möchte bzw. schafft, richtet das Wort an den anderen.

“Ich lade dich ein - zu unserem Versöhnungsritual!”

2.Schritt
Antwort des anderen:

“Ich bin dabei!”

oder das, was für den anderen gerade notwendig ist, z.B.

“Ich bitte dich um eine Alleine- bzw. Zur-Ruhe-
komm-Pause  (z.B. für einen Alleine-Spaziergang)
von ...(1) Stunde - dann bin ich auch dabei!”

3.Schritt
Entweder einer meldet sich, dass er anfangen will (derjenige, der eingeladen hat?), oder wir klären mit “Stein, Schere, Papier” wer anfängt. - Dann stellen wir uns voreinander, die Hände je an den Seiten des anderen angelegt.
Der erste beginnt (und schaut dabei den anderen an):

“Ich bitte dich um Nachsicht und Geduld!

Wenn einer von uns beiden das wünscht, werden wir innerhalb einer Woche den Inhalt oder auch nur Einzelheiten des zurückliegenden Konfliktes in einem Nachgespräch klären. 

Vielleicht reicht es aber auch, vorhandene Wünsche und Bedürfnisse innerlich zu klären, diese uns gegenseitig zu er-klären und uns dann dazu zu einigen.

Ich danke dir für deine Bereitschaft!
Ich mag dich (sehr) und ich achte und
wertschätze dich so, wie du bist!

Ich segne dich!”

     Nun sinken die Köpfe zusammen, sodass die nächsten Atemzüge “Stirne an Stirne” gemacht werden können. so lange, bis einer sich langsam löst.
Nun ist der andere mit dem gleichen Text dran.

“Ich bitte dich ...  "

Wieder sinken die Köpfe nach vorne, so dass die nächsten Atemzüge “Stirne an Stirne” gemacht werden können. Bis einer beginnt, sich langsam zu lösen.

4. Schritt:
Was sich eben ergibt (Zen-Dankes-Verbeugung, Umarmung, Kuss etc.)

Ausblick:
Damit sollten äußerlich und innerlich der Frieden und eine gute und zugewendete Stimmung wieder hergestellt sein.

 

4. Konflikte bearbeiten und auflösen

Wenn es mit dem Anmelden eigener Wünsche und Bedürfnisse nicht getan ist, wollen wir uns zunächst - und jeder für sich - fragen:

"Wann und wodurch ist der Konflikt entstanden?"

Spätestens am darauffolgenden Wochenende setzen wir uns dann zu einer Klärungs- und Bereinigungsrunde zusammen.

Einer fängt an (Stein, Blatt, Schere). - Dann beschreibt jeder im Wechsel - maximal 10 Minuten lang - die eigene Sicht. 

Fertig!  (damit sollten schmerzliche Rückblenden erledigt sein!) 

Danach versuchen wir spielerisch (maximal 40 Minuten lang), nicht nur eine, sondern möglichst mehrere Möglichkeiten  auszuprobieren, die vielleicht geeignet wären, einen solchen Konflikt künftig zu vermeiden. Wir beginnen jeweils kurz vor dem Punkt, wo es zu kippen begonnen hat, wo also die Stimmung noch gut war.  -  Jeder versucht nun in der je eigenen Art, einen positiven Fortgang zu unterstützen. 

Eine Spielrunde kann beendet werden, wenn einer das Gefühl hat, dass es so besser (oder auch schlechter) wäre - und der andere zustimmt.
Pro Spieldurchgang maximal 10 Minuten.

Entscheidend ist es, die jeweiligen Wirkungen zu beobachten - nicht das Verhalten oder die Art der Beteiligung des anderen. Jeder versucht ja ein neues und verbessertes Mitwirken, so gut er es eben gerade kann bzw. so gut es ihm gerade einfällt.

Bewertet werden dürfen und sollen aber natürlich die einzelnen Spielrunden, ob es so insgesamt eher besser (oder vielleicht sogar eher schlechter) gelaufen wäre. 

Insgesamt sollte die Zeit der Konfliktbearbeitung 1 Stunde nicht überschreiten. 

Am Schluss können wir uns (dann möglichst lachend) gegenseitig erzählen, welche Spielrunde jedem von uns am besten gefallen hat. 

Es dürfen Notizen gemacht werden.

 

5. Wünsche und Bedürfnisse

Sind bei einem (oder bei beiden) Wünsche und Bedürfnisse da, über die gesprochen und verhandelt werden soll, so teilt dieser das dem anderen mit.

Dann gilt, dass am darauffolgenden Wochenende eine "Wünscherunde" stattfindet.

Wünsche:
Nach dem Zusammensetzen beginnt derjenige, der zuerst seine Wünsche angemeldet hat – und erzählt seine gerade aktuellen Wünsche und Bedürfnisse (max. 10 Min.) – und zwar:

  • Was im einzelnen wünsche ich mir (von dir)?
    Wie sollte es künftig mehr sein?
    Was sollte künftig mehr berücksichtigt oder wie gemacht werden?
  • Welche Bedeutungen hat das für mich (Motive)?
    Warum ist mir das so wichtig?

Kommentar:
Der andere antwortet danach (maximal 10 Minuten) allgemein, wie das auf ihn wirkt – und ob er bereit ist, am Erarbeiten einer gemeinsamen neuen Lösung nach Kräften mitzuwirken.
(noch keine Einzelvorschläge)

Möglichkeiten:
Nun suchen wir für jeden Wunsch gemeinsam nach mindestens je 3 neuen Möglichkeiten, die dem Wunsch entgegenkommen bzw. das Problem verbessern könnten. - Dabei geht es nur um "neue Möglichkeiten", noch nicht um eine Bewertung, ob die eine gut oder die andere besser ist. 

Es dürfen auch total verrückte Möglichkeiten dabei sein.
Es ist auch noch nicht von Bedeutung, wie gut oder wirkungsvoll die einzelnen Möglichkeiten sein könnten.
Es geht nur um Lösungsvarianten. (aufschreiben)

Abwägen
Nun wird – immer noch gemeinsam – jede einzelne Möglichkeit kurz betrachtet und gemeinsam beurteilt, ob diese Lösung insgesamt zu einer für beide spürbaren Verbesserung beitragen könnte – und ob und wie sie machbar wäre.

Persönliche Entscheidung
Nun wählt jeder aus den gesammelten und machbaren Möglichkeiten diejenige aus, die ihm am besten gefallen würde.

Gemeinsame Entscheidung (Einigung)
Haben wir beide gemeinsame eine Möglichkeit gewählt, ist die Sache schon entschieden. - Andernfalls überprüfen wir beide die Besonderheiten der Lösungsmöglichkeiten und versuchen uns auf eine dieser Möglichkeiten – oder auf eine neue Möglichkeit zu einigen, die die wesentlichen Faktoren der beiden verbliebenen Lösungsansätze beinhaltet.

Versprechen:
Während des ganzen Verlaufes, darf keiner den anderen oder dessen Ideen abwerten. Im Gegenteil: Freude und Anerkennung für die Bereitschaft, an der gemeinsamen Sache mitzuwirken, also zur Wunscherfüllung beizutragen, sollten in Wort und Geste spürbar sein.

Dann sollte es gelingen – weil wir uns mögen und Verbesserungen ja anstreben und dazu beitragen wollen!

 

 

 

 

vorgestellt ab 10.10.13 (08)   ALLTAG / Newsletter Nr.92 v.24.06.08:    PGG - PartnerschaftsGrundGesetz - ist das eine Gedankenspielerei oder ein brauchbarer Ansatz, in der Partnerschaft wieder zu mehr liebevoller Begegnung, gemeinsamer Freude und mehr Lachen von Herzen zu kommen? Der Liebe neue Nahrung zu geben? 

***Jenseits von richtigem und falschem Handeln gibt es einen Ort. Wir treffen uns dort.
(Rumi, Sufi-Meister)*** 

siehe auch:  Partnerschaft1    Partnerschaft2    

                   ALLTAG / Partnerschaft    ALLTAG / Streit 

                   MOSAIK / Versprechen (1)    

 

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