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Partnerschaft 

Wie geht das ? - 24
 

Rausch der Eindrücke

Spielanregungen:
Allgemeines 1.Variante
nur Außen
2.Variante
Mit Gefühl
3.Variante
Balance
4.Variante
Blind

 

 

Rausch? - 
Betrunken?

Ja - schon - auch.

Ist das erstrebenswert? Eine Flasche Schnaps - und dann??

Was fällt dir spontan noch dazu ein?

Na - außer Kontrolle - torkeln - tut man nicht - schlecht - vergessen - versinken - besinnungslos usw.

   Klar! - 'Auch!' 
Mir fällt dazu ein:  

                                             Weich - entspannt - offen, Zugang zum eigenen
                     "Ich bin so, wie ich bin!" - "Ich traue mich das zu sagen und auch
zu tun, wonach mir gerade ist!" - eine ungemeine Vielfalt!

Soll das heißen, du bist dafür, Drogen oder Rauschmittel zu nehmen?

Nein! - Ganz und gar nicht! 
Weil - da bin ich ja aus meiner Besinnung, aus meiner Wahrnehmung, aus dem Kontakt zu mir, zu anderen und zu meiner Umgebung herausgefallen. 

Was ich sagen will: 'Rausch' hat - wie alles - zwei Seiten - und kann neugierig machen! - Nämlich: Wenn ich z.B. Alkohol trinke - ganz langsam - dann merke ich, dass ich in einen anderen Zustand hineingleite - die Kontrolle des Verstandes wird langsam aufgehoben - Spannungen lösen sich - Leichtigkeit wird spürbar - Ungezwungenheit usw. Da mache ich die Erfahrung: "Ich kann auch anders sein - weich, locker usw.!"

Allerdings: Der Moment des 'mich so Spürens' ist nur ein kurzer Augenblick - und dann verliert sich alle Weichheit und der innere beschwingte und kreative Zustand im Nichts der Besinnungslosigkeit und der Unbewusstheit und damit verliert sich die 'Möglichkeit der Lebendigkeit' in der 'Leblosigkeit'. Ich bin betäubt - erschlagen vom Alkohol, von der Droge.

Ja - und was willst du jetzt eigentlich?

Diese Dimension von mir, Weichheit, Offenheit, Fröhlichkeit, Angstfreiheit, Kreativität, spielerische Neugierde, Fähigkeit zur Balance, Fähigkeit, mich so zu zeigen, wie ich bin, wie ich mich jetzt wirklich fühle - und - und - und - das ist alles 'in mir da'.

Alkohol oder Drogen lassen diese 'andere Seite von mir' nur eine Sekunde lang aufblitzen - um dann alles - und mich in meiner Gesamtheit dazu - zu zerstören.

Genau dieses 'Aufblitzen' ist es, das wachrütteln will: Da gibt es noch andere Seiten von mir, die schön sind - und die mir gut tun. Das bin ich auch! Und auch diese Seiten wollen 'bewusst' dazugeholt werden! Welch ein Reichtum, wenn ich sie in mein Leben ständig - wann immer es für mich gut ist - miteinbeziehen kann.

Ja - jetzt verstehe ich ein bisschen mehr. Rausch - Alkohol macht einerseits - nur eine Sekunde lang - einen großen Reichtum von mir sichtbar - das bin ich auch! - und zerstört andererseits gleichzeitig alles.
Und gehen tut's darum, diese in mir steckende 'berauschende Fülle' bewusst (ohne Alkohol oder Drogen) ins eigene Leben hereinzuholen, dazuzuholen, zu entfalten.

Das ist es!
Und jetzt bekommt der Rausch - dieser Rausch - das Gesicht der 'Fülle' - sprühend, bewusst, lebendig - z.B. ein Farben-Rausch, ein Rausch der Klänge oder ein 'Rausch der Eindrücke'.

Wieder ein Spiel?

Richtig!
Ein spielerisches Ausprobieren, das bewusster und reicher macht - 'beide' - jeden für sich und 'beide miteinander'.

 

 

RAUSCH DER EINDRÜCKE          SPIELANREGUNGEN


Allgemeines:

Im Spazieren gehen erzählt einer seine Eindrücke dem anderen und tut dabei so, als hätte der andere keinerlei Außen-Wahrnehmung, als könnte er nichts selbst sehen, nichts selbst hören, nichts selbst außen spüren, nichts selbst riechen, nichts selbst schmecken.  Der andere hört schweigend nur zu. 

Dem Erzählenden wird beim Erzählen und Beschreiben vieles 'viel bewusster'.

Der Zuhörende hat die eigenen Eindrücke und zusätzlich diejenigen des Erzählenden. Auch für den Zuhörenden wird vieles 'viel bewusster' und im Zuhören und Mitschwingen lernt er kennen 'was und wie sieht, hört, spürt, riecht ...'mein Partner (der Erzählende).

So wächst ein 'einander verstehen', ein 'einander verständlich machen', ein 'einander vertrauter werden' - heute, jetzt!

Die Varianten können  nacheinander - und sie dürfen auch mehrmals - und immer wieder gespielt werden. 'Jedes Mal' ist es wieder neu - und anders - wieder eine Entdeckungsreise! 
Und - Lachen (von Herzen) ist die Würze des Spiels (und des Lebens)!

 

 

1. VARIANTE

 1.

Zeit haben für das gemeinsame Spielen und das spielerische Entdecken!
Besonders schön ist es, einen Tag zum Spiel-Tag zu machen. Da ist dann freier Raum,
dass sich das entwickeln kann, was 'eben' entsteht - aus dem Spiel heraus, aus dem Augenblick heraus.
Sind keine anderen Termine geplant (z.B. "das muss noch gemacht werden" und "dann gehen wir dahin" und "dann machen wir das" und "dann kommt ..." usw.), dann können sich Spiel und Freude und das Genießen des Ganzen frei entfalten.
Und nach dem Spiel möchte vielleicht der eine das - und der andere jenes -
oder auch gar nichts machen - oder ... .
 

 2.

Spielzeit (spazieren gehend): ca. 2 Stunden.
Spielort: Möglichst eine für beide noch unbekannte Landschaft / Gegend.
Es ist hilfreich und nützlich, wenn jeder sein eigenes Schreibzeug dabei hat.
 

 3.

 Vereinbaren, wer als Erzählender anfängt.
 

 4.

Schweigend eingehen - ca. 30 Min.
Gehend den eigenen Rhythmus finden - und dann auch den gemeinsamen Rhythmus (schweigend!). Dabei das eigene Bedürfnis und auch das Bedürfnis des Partners 'beachten'! Beide sollen sich in einem zu findenden 'gemeinsamen Rhythmus' wohl fühlen!
Und wenn der Rhythmus stimmt - dann mit der Aufmerksamkeit nach außen gehen - sehen - hören - spüren - riechen - schmecken. Es laufen lassen - ohne zu steuern.
Und immer wieder beachtet die Aufmerksamkeit auch den Rhythmus, dass er nach wie vor stimmt - für mich (gutes Gefühl!) und für das Miteinander (Gleichklang).
 

 5. 

Und nun beginnt der Erzählende und schildert mit Worten seine 'Außen'-Eindrücke,  ca. 30 Minuten lang. - Einfach das erzählen, was gerade daher kommt, ins Auge fällt, ins Ohr schlüpft, in die Nase kriecht usw. - laufen lassen!

a)

ich sehe  (Bäume, Weg, Menschen, Wolken, Insekten usw.)

b)

ich höre  (Töne, Geräusche, Vögel usw.)

c)

ich spüre/außen  (Steine, Wind, Unebenheiten, deine Hand usw.)

d)

ich rieche  (Heu, Holz, Blumen, Pilze, Wasser usw.)

e)

ich schmecke  (Pfefferminz auf der Zunge usw.)

Je genauer und lebendiger der Erzählende das beschreibt, was er wahrnimmt, desto besser kann sich der Zuhörende einfühlen!
 

 6.

Der Zuhörende schweigt und lässt sich immer mehr vom Erzählenden führen, schwingt mit - fühlt sich ein - wird allmählich zum Doppelgänger. 
Er erlebt also jetzt mit den eigenen Sinnesorganen (Augen, Ohren usw.), jedoch mit den Möglichkeiten des Partners. 
Damit wird nicht nur ein besseres Verstehen des Partners möglich, sondern die eigenen Wahrnehmungsmöglichkeiten erweitern sich um diejenigen des Partners. Heitere Möglichkeiten, die aus der Mischung beider entstehen, kommen dazu.
Man kann auch sagen: Einer lässt den anderen an seinem Reichtum teilhaben! 
 

 7.

PAUSE! - ca. 15 Min.   -  schweigend!
Gut ist es, die eigenen Eindrücke - was ist mir besonders aufgefallen (ich über mich!) -
kurz aufzuschreiben: Wichtigkeiten - Besonderheiten - Neues - Entdeckungen - Gefühle - Empfindungen usw. 
"Ich über mich!" kann natürlich auch beinhalten: Da habe 'ich' dich von einer ganz neuen Seite sehen können - da habe 'ich' mich dir nahe gefühlt usw. Also "Ich über mich!" - in der Beziehung zu mir - zu dir - zum Außen.
 

 8.

Wechsel - wie vorher - wieder ca. 30 Min.
 

 9.

PAUSE!  - wie vorher - wieder ca. 15 Min. - schweigend!
 

10.

Austausch
wenn's geht sitzend und sich anschauend - ca. 15 Min.
Sich gegenseitig die wichtigsten Eindrücke und Erfahrungen erzählen, vielleicht auch anhand der Notizen. - Immer nur: "Ich über mich!" 
 

11.

Auslaufen lassen.
Vielleicht schweigen - vielleicht nichts tun - vielleicht zusammenkuscheln - vielleicht ... - Da ist gemeinsames Erleben da - und da ist auch vieles 'unbewusst' passiert (Wahrnehmungen, schweigende Kommunikation, Informationen usw.) - und das darf auch ruhig so bleiben. Wertvoll ist es, zusätzlich das eigene Unbewusste zu bitten, gewonnene Erkenntnisse (alles, was für mich wichtig und wertvoll ist) zu übernehmen, in für mich bestmöglicher Weise zu ordnen, so dass sie mir dann, wenn ich sie brauche, sofort und unmittelbar zur Verfügung stehen (z.B. als Gedankenblitz, als Intuition usw.). Das im 'respektvollen' Zwiegespräch mit dem eigenen Unbewussten!
Und dann 'loslassen'!
Also nicht nachgrübeln, zerlegen, hinterfragen und bewerten (richtig oder falsch) etc. - So stehen lassen! - Auch nicht mehr groß darüber reden! - Die Freude über das Gemeinsame nachklingen lassen und genießen!
 

12.

Gegenseitig bedanken!
Es war ein schönes Spiel - ein Erlebnis - zumindest ein Spiel 'miteinander' -
D A N K E ! 
Danke, dass du dich eingelassen und mit mir gespielt hast - und danke, dass ich habe mit dir zusammen spielen dürfen!!! 
Jedes Tun mit- und füreinander ist ein immer wieder neues Engagement -
und das will gesehen - und anerkannt - und bedankt sein - JETZT !!!
 

 

 

2. VARIANTE

Mit Gefühl

Wie Variante 1 - jedoch mit folgender Ergänzung: In Nr. 5 waren bisher nur Außen-Eindrücke enthalten. Da kommt jetzt das INNEN mit dazu.

a)

ich sehe

AUSSEN

Laufen lassen! 
Und mit den Wahrnehmungen, so, wie sie gerade kommen, mitgehen, mitschwingen.
Neugierig sein wie's passiert und was passiert und wo's gerade hingeht!

b) 

ich höre

c)

ich spüre

d)

ich rieche

e)

ich schmecke
 

f)

ich spüre / fühle
 

INNEN
 

 

 

3. VARIANTE

Balance der Wahrnehmungen

Wie Variante 1 - jedoch mit folgender Ergänzung: In Nr. 5 kommen jetzt zu den AUSSEN-Eindrücken auch alle INNEN-Eindrücke dazu. Der Erzählende verwendet etwa gleich viel Zeit für Außen und Innen. Er beschreibt z.B. 3 Min. das Außen, geht dann nach Innen und beschreibt  ca. 3 Min. sein Innen.  

a)

ich sehe

AUSSEN
 

b)

ich höre

c)

ich spüre

d)

ich rieche

e)
 

ich schmecke
 

f)

ich spüre / fühle

INNEN

g)

ich sehe (innere Bilder, Erinnerungen, Vorstellungen)

h)

ich höre (innere Klänge, Töne, Geräusche - erinnert/vorgestellt)

i)

ich denke (Gedanken, innere Gespräche, Fantasien, 
                   Assoziationen, Träume usw.)

Der Wechsel von AUSSEN nach INNEN beginnt immer mit  f): "Ich fühle - jetzt" und dann auch im INNEN - 'laufen lassen, wie's kommt'. 
Danach, was als erstes
wahrgenommen wird (das kann Sehen oder Hören oder .... sein).

Der Zuhörende wird jetzt auch zum (schweigenden) Helfer für den Erzählenden. Durch Zeichen sorgt er dafür, dass das INNEN in etwa gleich viel Zeit bekommt, wie das AUSSEN. 

 

 

4. VARIANTE

Blind

Der ZUHÖRENDE schweigt und schließt die Augen - überlässt sich ganz dem 'Geführt-werden'.
 
Der ERZÄHLENDE schildert das ganze AUSSEN - jetzt mehr bezogen auf den Zuhörenden, der ja selbst nichts wahrnehmen kann (nicht selbst sehen, nicht selbst hören, nicht selbst spüren/außen kann etc.) - führt den Zuhörenden auch körperlich (z.B. Handkontakt) - und beschreibt, soweit notwendig, auch den Weg, so dass der Zuhörende sich auf die äußeren Gegebenheiten auch einstellen kann.

Ansonsten können die Spielanregungen zur Variante 1 als Orientierung dienen.  

 

 

Mehr kennen lernen - heute - JETZT -
     aufmerksamer werden -
         
bereichert werden -
              
miteinander vertrauter werden!


 

vorgestellt ab 10.11.12  (07)     Es ist wunderbar, miteinander zu spielen und bei dieser Gelegenheit nicht nur Freude und Leichtigkeit zu spüren, sondern gleichzeitig selbst mehr und genauer wahrzunehmen und vom Du mehr kennen zu lernen. Innerlich spürbar wachsen so Nähe, Zärtlichkeit und Intensität, Bausteine für die Liebe. 

 

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