Beziehung, Partnerschaft, Ehe, Familie, Schule und Erziehung   -   Gesundheit, Krankheit, Schmerzen und Krisen   -   Liebe, Konflikte, Versöhnung und Einigung   -   Arbeit und Freizeit   -   Spiritualität, Sinn, Suche und Wege  -   hier:  09Lassen
 

Zurück ] Home ] Weiter ]
 
   

 

Partnerschaft 

Wie geht das ? - 09

  

Lassen
Inhalt:

 

 

Zauberformel "lassen"

 

"LASSEN" - macht mir ein gutes und weites Gefühl - wieso eigentlich ?

Mich und den anderen als gleichwertige Partner erleben, mich und ihn wichtig nehmen, - mich und ihn respektieren und achten, mich und ihn so lassen (wie ich bin / wie er ist) - und jeder in der selbst festgelegten Richtung weitergehen dürfen - das ist wirklich toll! - Da sind drinnen: "miteinander" und "wie es mir gemäß ist" - schön!

Genau! "LASSEN" bedeutet also auch: "mir" begegnen und "dem Partner" begegnen - (hinschauen, hinhören, hinspüren - verstehen, einfühlen).

Für mich bedeutet es auch noch, mich über-lassen  und mich ver-lassen. Außerdem auch  meinem inneren 'ich bin geführt' (Innere Stimme, gutes Gefühl) und meinen unsichtbaren Helfern vertrauen!

LASSEN ist also ein höchst "aktives" Verhalten, das zur Grundlage hat: Bewusstsein, Aufmerksamkeit, Respekt, Achtung und Wertschätzung - vielleicht auch Liebe.

Ja, "lassen" macht Begegnung und Berührung möglich!

 

 

 

Zauberformel "loslassen"

 

 

"Los-lassen" von was?

Los-lassen von Erwartungen, Forderungen, Bedingungen, Bewertungen, festgelegten Zielen usw.

Ja, aber es sind doch auch Wünsche, Hoffnungen, Bedürfnisse in mir! - Was mache ich damit?

Bitten + darum werben + dazu einladen + dazu verführen + dazu anregen + verhandeln, mit dem Ziel der Einigung. 
 

LASSEN

mich, so wie ich bin und dich, so wie du bist!

HÖREN

und mich so lassen (annehmen) und dich so lassen (achten)!

SEHEN

und mich so lassen (so wichtig und richtig nehmen, wie ich bin - jetzt) - und dich so lassen und wertschätzen (so wichtig und richtig nehmen, wie du bist - jetzt)!

SPÜREN

SPÜREN ! - Wie ist mein Gefühl?
- Alle Gefühle sind willkommen! -
Was sagen die Gefühle?
 

Wollen sie VERSCHENKEN?

oder

Wollen sie HABEN?

Lachen
    Liebe
Strahlen     
Freude
   Anregungen
Licht    
Hilfe
Dasein
Zärtlichkeiten        
      Anerkennung
Lust
Leidenschaft        
Wohlfühlen
usw.

 

du musst ...      
     du sollst ...
wenn du mich liebst, dann ...
du weißt, dass ...
Erwartungen                 
           Ansprüche
Forderungen          
             Bedingungen
festgelegt Ziele   
   Wünsche als Erwartungen
Bedürfnisse als Erwartungen  
  Sehnsüchte als Erwartungen
Hoffnungen als Erwartungen 
usw.

Und was mache ich mit dem Gefühl: " Ich will haben ! " ?

Los-lassen! - Es darf sich verändern! - Und nun verändert sich dieses Gefühl.

Entweder

in ein gutes Gefühl - es löst sich auf in Lachen, wenn es nicht so wichtig, oder wenn es z.B. eine Rechthaberei oder eine Nörgelei war - etc.

oder

es bleibt das Gefühl "Ich will haben!",
dann darf sich die Form verändern in einladen oder in darum werben oder in locken oder in verführen oder in anregen oder in ... .

Und das geht dann z.B. so:
Da blitzt plötzlich ein Gedanke auf, eine Idee, eine Intuition - und aus meiner Forderung oder Erwartung - wird ein Angebot!

Das kann angenommen werden - gut - oder, es kann auch nicht angenommen werden. - Was dann ?

Spüren! - Was spüre ich? - Welche Gefühle sind jetzt da? - Diese zulassen! - Und los-lassen! - Was passiert?

Entweder

Auflösung, gutes Gefühl, Entspannung, Lachen -

oder

ich spüre meine Bedürftigkeit!
Was bewegt mich? - Welchen Zustand spüre ich in mir? - Was ist meine innere Situation - und was brauche ich ? - Was ist es, was ich im Moment so nötig hätte, was mir helfen würde (Zuhören, Anteilnahme, Zärtlichkeit spüren, Power und Leidenschaft spüren, spüren, dass ich angenommen bin, in den Arm genommen werden, Zusammen- kuscheln, usw., usw.) ?

Also: Ich darf um Hilfe bitten!
Ich darf sagen, dass es mir jetzt so .. und so .. ist, - was mich also bewegt - und dass ich deshalb um ... (was ich bräuchte) bitte. Ich darf zu meiner Bedürftigkeit stehen!

Nun kann der andere die Bitte erfüllen (in der gewünschten Art - oder vielleicht auch in einer anderen, in der ihm jetzt gerade möglichen Art) - gut, - oder auch nicht gut. - Was passiert dann ?

Los-lassen - und aufmerksam beobachten, wie sich das Gefühl verändert:

Entweder

in Auflösung, Entspannung, ein gutes Gefühl (zumindest neutral) - oder Lachen

oder

den Schmerz spüren, die Ent-täuschung und los-lassen, mit dem Schmerz mitgehen, wie in einem Fluss sich mittreiben lassen durch das Tunnel des Schmerzes - dabei gut für sich sorgen! - Vielleicht einen anderen Platz aufsuchen, wo ich mich besonders sicher und geborgen fühle - und los-lassen - weinen - klagen - schreien - den Schmerz leben!
Der Schmerz ist da - und er will gelebt sein (genauso, wie auf der anderen Seite die Freude)!

Und es ist "nicht" Angriff gegen den anderen! -?-

Nein! - Überhaupt nicht!
Es geht nicht gegen den anderen, sondern, die Art und Weise, wie sich der Schmerz ausdrückt, wie er sichtbar wird, ist Ausdruck meines Seins - jetzt, in diesem Moment! 
Ich bin in diesem Moment Schmerz! -
Ich bin in diesem Moment Weinen! -
Ich bin in diesem Moment Schreien und Heulen! -
Ich bin in diesem Moment Wehklagen, vielleicht auch Anklagen! - usw.

Also: Ich darf meinen Schmerz und meine Not ausdrücken - herausschreien - herausbewegen?

Ja, unbedingt: Ich darf meine Schmerzen los-lassen - heraus-lassen - zu-lassen! 
Und:
Das heißt auch, zum eigenen Schmerz, zur eigenen Not, zur eigenen Bedürftigkeit stehen - alle anderen Wege und (Flucht-) Möglichkeiten los-lassen - durch das Tunnel dieser bedrückenden und beängstigenden Gefühle hindurchgehen - und -
auf der anderen Seite warten Licht, Lachen und neue Möglichkeiten!

Los-lassen ist also ein Weg ins Licht! -?-

Ja! - Und es geht nur übers ausprobieren und spüren!
Wenn beide um diesen Weg wissen, können sie sich auch im Ablauf, im Prozess - besser verstehen und durch lassen und Anteil-nehmen unterstützen!

Was passiert, wenn ich meine Wut, meinen Ärger, meine Enttäuschung, meinen Schmerz - nicht ausleben, nicht ausdrücken kann, sondern "unter"-drücke ?

Der nicht ausgelebte und unterdrückte Schmerz geht in den Untergrund und wird zum Terroristen! -
Er zwingt mich (ohne, dass ich das weiß und ohne, dass ich das will), anderen ebenfalls Schmerzen zuzufügen (und damit natürlich auch immer wieder mir selbst!). - Nach dem Motto: Wenn's anderen auch weh tut, sind meine eigenen Schmerzen nicht mehr so groß.
Das führt zu sinnloser Lebenszerstörung solange, bis die Terroristen gefunden und neutralisiert sind (meist braucht das therapeutische Hilfe).

Es ist also wichtig, eigene Formen und Möglichkeiten zu entdecken, den Schmerz, die Angst, den Ärger, die Wut, den Hass, ... zu leben, zu "lassen"!

Genau! Auch das sind ganz wichtige Gefühle, die auch zu mir gehören - und immer wieder entstehen - ganz selbstverständlich - und auch zum Leben gehören! Somit lernen und üben: Lassen - los-lassen - einladen - werben - bitten - locken - verführen - anregen - los-lassen - lassen!

Und der andere? - Wie geht's wohl dem damit?

Er ist nicht angegriffen, er ist nicht Schuld! - Und er erlebt etwas ganz Natürliches: "Dass nämlich der Partner durch einen Gefühls-Sturm geht!" Freude und Trauer, Lachen und Weinen, Sonne und Sturm, ......... - sie sind selbstverständliche und notwendig Lebensbestandteile!
Sie zu lassen, anzunehmen - und auch zu diesen Teilen von mir JA zu sagen ist wichtig, damit Leben gelingen kann!

 

"Scheiße!!!! - 
(es folgt ein wutentbrannter Tritt in die Fensterscheibe! - und dann die aufatmende Feststellung) - und - jetzt ist mir wieder wohler! - Vielleicht geht's das nächste mal mit einem Blumentopf an die Wand - ?!"

 

 

Und danach - hat sich ganz sicher was verändert!

Ja - entweder ist ein gutes Gefühl - oder, zumindest ein neutrales Gefühl entstanden - und - es ist gut so - oder es bleibt ein ungutes Gefühl. Dann ist es wichtig, dieses ungute Gefühl zu beachten - dem nachzugehen, es als Signal und Wegweiser zu nehmen und zu klären:
 "Was ist jetzt mein Ziel (worauf will mich mein ungutes Gefühl hinweisen)?
   Was will ich tun?
    Was ist mein nächster Schritt in diese Richtung - jetzt?"

 

 

 

Zu-lassen, über-lassen, ... lassen

 

Gibt es Tricks oder Hilfen? - Weil - dieses "lassen" hat's wirklich in sich!

Neben äußeren Übungsformen wie Meditation, Ent-Spannung, Balance usw., ist es auch sehr hilfreich und wichtig, sich immer wieder das Lassen selbst zu erlauben!  z.B. "Ich darf lassen, zu-lassen usw.!" - "Ich darf mich meinem inneren Geführt-werden über-lassen!" - "Ich darf los-lassen!" - "Ich darf ent-spannen, locker-lassen!"

Auch einzelne Körperteile, Muskeln, Organe, Schmerzen oder Gemüts-Zustände kann ich direkt ansprechen - und zwar aufmerksam, freundlich und respektvoll! - Ich glaube, das ist viel zu wenig bekannt! - z.B.
  "Ihr, sorgenvolle/ängstliche Gedanken, so wie ihr gekommen seid, so dürft ihr auch wieder weiterziehen (ähnlich, wie die Wolken am Himmel, die auch kommen, vorübergehend die Sonne verdecken, - und weiterziehen - und es wird wieder hell und warm)!"
 "Du Traurigkeit bist da - du darfst da bleiben, so lange es notwendig ist - und dann darfst du auch wieder gehen! - In der Zwischenzeit versuche ich mir selbst etwas Gutes/zum Lachen/zum Verwöhnen zu tun!"
 "Ihr Beinmuskeln beginnt euch zu verkrampfen. Wenn noch mehr Verkrampfung kommen will, darf auch die kommen (ihr selbst wisst, was jetzt passieren will) - und dann dürft ihr auch wieder entspannen, los-lassen!" 

Also nicht stehen bleiben, einhalten und sich wehren, dagegen ankämpfen, sondern mitschwingen, mitgehen, geschehen lassen, gleichzeitig die Erlaubnis für die gewünschte positive Veränderung geben und los-lassen!

Ja, vertrauen und es geschehen lassen! - Dabei weitergehen - und die verschiedenen Möglichkeiten probieren - experimentieren - und - spüren! 

 

 

 

vorgestellt ab 20.02.12   (20.04.09, 12.03.07)    Wie schwer ist es doch, Erwartungen, Verspannungen, Ärger, Bewertungen und Urteile über andere und anderes usw. loszulassen - und sich damit für das Jetzt zu öffnen. Gelingt es, kann es sein, dass sich Momente des Glücks einstellen. - - - 

siehe auch:    MOSAIK / Augenblicke     MOSAIK / Loslassen      MOSAIK / Selbst..       MOSAIK / Zauber (2) 

 

zur Hauptseite 'Partnerschaft' 

    

 

 

Zurück ] Home ] Weiter ]

   >>  INHALT  >>

 
Begegnungen

 
Freude für dich!

 
Kl.Sammlung

      

Partnerschaft 

Überraschungs-Ei

Wilde Blumen

 

© Copyright:    Gerhard Salger, 81377 München                            
 
    Email: g_salger[ät]alltagalschance.de      Internet:  www.abcgs.de 
 
(So kann die Email-Adresse im Internett nicht mehr automatisch ausgelesen werden.)