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Partnerschaft 

Wie geht das ? - 06

  

Partnerschaft  (1)

 

 

Viel gebrauchtes Wort. - Was ist das eigentlich- Partnerschaft? - Und wie geht sie?

Ja - was ist Partnerschaft ? Ich sehe ganz am Morgen einen Baum mit jungen Blättern, von hinten durchstrahlt von der aufgehenden Sonne. - 
Licht und Leben!
 
Wunderbar beglückend, nur einen Augenblick.

Und Partnerschaft ?

Kann vielleicht auch so beginnen! Ein Augenblick - in dem mich das berauschende Gefühl überwältigt: "Ah - das ist ein schöner Tag!" - ein Augenblick - in dem das Herz sagt: "JA!"

Zu was " ja " ?

Zu dem " DU ".

Ja, aber soo einfach geht das auch nicht!

Geht es nicht ?

Nein, weil man muss ja schauen, ob man zusammenpasst - und ob man gleiche Interessen hat - und ob's Geld langt - und ob man den Partner auch im Freundeskreis vorzeigen kann - und ob .... 

Weiter!

Na ja - und ob man einen ähnlichen Geschmack hat - und ob man den gleichen Lebensstil hat -und ob man ähnliche Urlaubsvorstellungen hat . . .

Hm ...

Ja, natürlich: Und wenn einer samstags auf den Fußballplatz geht, ob der andere auch mitgeht - sonst ist das nicht so toll - und ob .... 

Halt mal! - Ich habe das Gefühl, du möchtest ein Haus kaufen und zählst auf, was es alles haben muss. - Und dann gehst du auf Suche. Und wenn du das richtige gefunden hast, dann kaufst du es. -

So schlecht finde ich den Vergleich gar nicht

Und wenn es dir nicht mehr gefällt, dann verkaufst du es wieder - und suchst dir ein neues. - ?

Aber so ist es doch! - Vielfach! - Leider! Da braucht man sich doch keine Flausen in den Kopf zu setzen - oder! 

Kehren wir mal zu dem Augenblick zurück, wo jeder von beiden spürt: "Du bist es - mit DIR möchte ich leben".

Ein tolles Gefühl! "Welt, ich könnte dich umarmen!"

Genau!

Und wenn dieses Gefühl weg ist - was dann?  "Alltag" - ein paar Gemeinsamkeiten - das gleiche Bett, die gleiche Wohnung, vielleicht der gleiche Name - Routine. - - - - - - 

Sicherlich kann es oft so passieren - das ist traurig -, aber - wenn dieses Grundgefühl vom Anfang noch da wäre ? - - -

Ich denke, das wäre ein "verzauberter Alltag", jeder Tag ein "neuer" Tag, - ein Glück zu leben, den anderen zu erleben, mit dem Partner zu sein - alleine und zusammen. - 

Und wie geht das? Was macht dieses Glänzen, dieses Glück, diese Einmaligkeit aus?

Ja, weil der andere eben so ist, wie er ist - so bunt, so lieb, so zärtlich, so leidenschaftlich, so ..., so ... .

Und bleibt 's so ?

Vielfach nicht.

Warum ?

Na ja - man schleift sich ab - gewöhnt sich aneinander. - 

Wie geht das ?

Gemeinsame Ziele werden "entwickelt" (da hat man dann was, woran man sich auch festhalten kann / vielleicht ein großes Auto, vielleicht Fernreisen, vielleicht eine gemeinsame Wohnung, vielleicht auch ein Kind ...... ) 
und jeder gewöhnt es sich an, immer öfter zu sagen ".. außerdem will ich das .. von dir; .. und ich erwarte das.. von dir; .. und das .. gehört ja wohl dazu, schließlich bist du mein Partner;  usw."

Und wenn's nicht freiwillig geht, kommen Druck und Streit und Verletzungen dazu. - ?

Schon - doch wie könnte es anders gehen ?

Gute Frage! - Wie könnte es anders gehen -  so, dass das Glühen des ersten Augenblicks bleiben darf, vielleicht ein bisschen schwächer wird, doch immer als wärmende Quelle da ist - spürbar, sichtbar, hörbar - für beide - und damit dem "Miteinander" die tägliche, ja stündliche Einmaligkeit erhält ?

Vielleicht mit mehr Aufmerksamkeit, mehr Bewusstheit für sich und den Partner. -

Aufmerksamkeit - wofür oder worauf ?

Weiß ich jetzt auch nicht.

Gehen wir doch nochmals zum Anfang zurück: Wenn du den glückhaften Moment erlebst, einem anderen Menschen zu begegnen  da läuft ja dann auch mit (unbewusst - in einem symbolischen Rucksack) was du bis zu diesem Augenblick erlebt hast, wonach du dich gesehnt hast, was du alles gern gehabt hättest, noch haben möchtest, weil du glaubst, dass du dann glücklicher sein wirst. -

Klar! - Wünsche, Hoffnungen, Träume, Sehnsüchte, Bedingungen, Erwartungen.

Also: "So muss es sein - oder werden, dann fühle ich mich gut!"

Sicher !

Und dann versuche ich das, was ich bis zu diesem Augenblick meines Lebens an unerfüllten Sehnsüchten, an Defiziten usw., mit mir rumgeschleppt habe, von meinem neuen Partner zu kriegen. "Ich will haben ...l"

Wau! - Ich verstehe.
Und der andere hat auch seinen eigenen Rucksack, ebenfalls voll von Wünschen, Hoffnungen, Träumen, Sehnsüchten, Erwartungen usw., voll von "Ich will haben ... !" 

Und was passiert?

Traumland der unerfüllten Erwartungen - Erwartungen - 
Erwartungen - Erwartungen - Erwartungen - Erwartungen - -

 

Aus der Traum. - 
Dann eben die nächste Partnerschaft! 
Ein neuer Traum!

Schrecklich ! 
Der Kummer - der Schmerz - die Not - die Tränen - und - und - und .... . !

Wo sind sie geblieben:
Das Lachen - die Leichtigkeit - das Schwingen - die Freude - das Gefühl von Glück - die Liebe ? ? ? ?

Gute Frage! - Doch ich glaube, dass du ein bisschen ein Fantast bist, ein kleiner (durchaus liebenswerter) Spinner - denn das ist eben so! Das ist Realität! - Schau doch die Scheidungszahlen an. - Und es gibt immer mehr (sehsüchtige) Singles.

Wie könnte es gehen ?

Fällt dir was ein ?

Der "Rucksack" - ihre Träume - und Forderungen - und Erwartungen gegeneinander - die Routine  .....

Aber in den "Rucksack" stecken ja auch höchst wertvolle Dinge drin: Lebenserfahrungen, Fähigkeiten, Erlebnisse, Gelerntes,  auch viele, viele gute Gefühle, viel Bereitschaft, eigene Schönheit - innen und außen, und - und - und - - - 

Ja - das könnte es sein !
Wenn die beiden spüren "Du und Ich - < JA > !", dann ist es höchste Zeit, dass jeder den Inhalt seines Lebensrucksackes überprüft und ganz bewusst rausschmeißt, was
eine neue Partnerschaft nur belasten, behindern und letztlich wieder zerstören kann, nämlich: Erwartungen, Forderungen, Bedingungen, festgelegte Ziele, Routine usw. usw.

 

Puh - ist das nicht sehr schwer - und macht es nicht auch Angst, viel Angst, weil ja ganz Neues, wozu ich noch keine Erfahrungen habe, ausprobiert werden will?

Ganz bestimmt - aber Gegenfrage: 
"Willst du an deinem alten Schrott festhalten?"

Nein - natürlich nicht! - Und weiter ?

Und all die Fähigkeiten, all die Erfahrungen, all die guten Gefühle, all die Liebe für den anderen - mitnehmen - und schauen und staunen und neugierig und offen sein, was sich aus diesen gemeinsamen, wunderbaren Schätzen alles machen lässt?

Hört sich gut an! Also - nicht ein bestimmtes Haus suchen und kaufen, sonder ein "neues, gemeinsames Haus" gemeinsam ausdenken und gemeinsam bauen - ohne Vorbedingungen ?

Genau !

Schon hart! - oder ? 
Weil - ich weiß ja nicht, ob's mit gut geht, ob's mir gut tut, ob ich das kriege, was ich will .... .

Hallo! - Hast du's gemerkt? Das, was dir jetzt passiert ist, passiert allzu leicht. Nämlich ohne groß nachzudenken wieder "zu erwarten", "zu fordern". (Übrigens: Hilfreich ist oft die Frage sich selbst gegenüber: "Was kann ich tun, dass es so wird - immer mehr so wird?" - ausprobieren -)

Stimmt! - Habe ich jetzt wirklich nicht gemerkt! Aber, wie geht's?

Der andere ist ein "anderer Mensch" (von dir verschieden) - mit anderen Fähigkeiten, anderen Erfahrungen, anderen Neigungen - auch im Regelfall mit einem anderen Geschlecht. - Gerade das macht ihn doch so liebenswert, dass er so ist, wie er ist. 
PARTNERSCHAFT könnte sein: "Weil ich dich mag, darum entscheide ich mich ganz bewusst
dafür, mit dir zusammen eine Doppel-Schaukel zu besteigen."

Eine Schaukel ?

Ja, eine Schaukel für Zwei! 
Vorne ist die WELT DES EINEN (Erfahrungen, Fähigkeiten, Wünsche, Neigungen usw.) und
hinten ist die WELT DES ANDEREN - oder umgekehrt.
Und - schaukeln ist lustig - und schaukeln macht Spaß!
So kann jeder in die Welt des anderen mit-hinein-schaukeln, mit-hinein-fliegen, sich dort umschauen, sie kennen lernen und vielleicht auch das eine oder andere zusätzlich zum eigenen "mögen-lernen" -und dann wieder in die eigene Welt zurück-schaukeln - so wie's gerade Spaß macht.

Und jeder kann den anderen in die eigene Welt einladen, ihn neugierig machen, ihn locken, auf Entdeckungsreise zu gehen. - Interessante Idee!

Und so lernt jeder nach und nach die ganz andere Welt des anderen kennen. - Und damit wird auch das eigene Bild von der Welt (meine Sicht der Dinge, der Welt, der Zusammenhänge) größer, bunter, interessanter, vielfältiger.

Genau !
Und ich darf in der Welt des andern auch Inhalte entdecken, die mit gefallen und die ich mir deshalb auch zueigen mache.

Und so entstehen aus den jeweils ganz verschiedenen Welten"GEMEINSAMKEITEN" - vielleicht bekannte Inhalte, vielleicht auch ganz neue - spannende - lebendige. 
Aus dem Schaukeln auf der Doppel-Schaukel.

Aha - das sind dann die Momente, wo beide gleichzeitig nach vorne und auch wieder gleichzeitig nach hinten fliegen - wo Rhythmus und Schnelligkeit, einfach alles, für kurze Zeit total übereinstimmen. - Da macht's dann natürlich besonders viel Freude!

Und  Lust  zum  Lachen !

 
In Liebe (auf der gemeinsamen Schaukel - 
Partnerschaft)
und offener Weite (Tempo, Rhythmus, jeder, wie's für ihn gerade stimmt, usw.)
miteinander schwingen ! (schaukeln, bewegen, freuen, lachen, entdecken, necken, leben, sein usw.)

Partnerschaft könnte also sein: 
" In Liebe und offener Weite miteinander schwingen! "

Klar, kraftvoll, neugierig, beweglich, spielerisch, aufmerksam, geduldig, humorvoll , respektvoll, liebevoll, lustvoll!
Das auszuprobieren, das lockt mich!
ICH WERDE ES PROBIEREN!

 

 

vorgestellt ab  10.01.12  (10.03.09, 20.02.07)    Eine gute Partnerschaft - eine gelingende - in der sich beide wohl und geborgen, zuhause fühlen, in der Liebe und Verbundenheit lebendig sind, ist einerseits der Wunschtraum wohl aller und andererseits auch wieder eine tägliche Herausforderung. Jedes Bemühen, jeder Einsatz lohnt sich. Und es wird leichter, wenn beide zusammenhelfen, sich gegenseitig mit Wohlwollen und Nachsicht helfen und stützen, und so gemeinsam dieses Ziel verfolgen.

 siehe auch:   Partnerschaft (2)       PGG-PartnerschaftsGrundGesetz 

                     MOSAIK / Gleichgewicht   

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