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Freude für dich ! 

Freude in BALANCE - 03

 

Antreiber zur Freude

 

 

Also ich kenne nur die "Angst als Bremser" - ?

Ja - das ist gut! - Die Angst - oder auch andere Gefühle oder Ausreden der Abwehr - die gehören auch dazu! - Das sind gute und wichtige Weg-Weiser!

So ein Unsinn! - Wenn ich das Gefühl der Angst oder der Abwehr spüre, dann geht's mir gar nicht gut, dann zieht es mich innerlich zusammen. Das ist belastend! - Dann suche ich natürlich sofort nach einem Aus-Weg -

- oder auch nach einer Aus-Rede!

Unsinn! - Meistens fällt mir dann ein, dass ich sowieso keine Zeit habe, dass ich das, was mir da jetzt Angst macht, gar nicht machen will, weil das sowieso unnötig oder unwichtig ist - vielleicht irgendwann einmal. Dass es anderes gibt, was jetzt einfach wichtiger ist - und "das" hält mich ab (eigentlich würde ich ja gerne, aber es geht halt jetzt nicht - ich bin sozusagen ein "Opfer" der Situation) - - .

Das ist dann besonders arg!
Die "anderen" oder die "Situation" stellen dir dann sozusagen den Fuß und hindern dich daran, das zu tun, was du ja eigentlich tun möchtest, auch wenn du ein bisschen Angst davor spürst - oder ?

Ja - ja - das ist schon so! -
Mitunter befreie ich mich aber auch selber von solchen Ängstlichkeits- oder Abwehr-Gefühlen dadurch, dass ich mir dann selbst sage: "Das ist überhaupt nicht mein Thema - das muss mich nicht unbedingt auch noch interessieren - mich muss ja nicht alles interessieren - zumindest jetzt im Augenblick nicht - ich muss nicht "alles" machen - und außerdem kann mich ja auch niemand zwingen - später, irgendwann mal, ist ja auch noch Zeit, wenn ich dann mag, vielleicht - und wieso soll ich mir außerdem selbst was Unbequemes antun?" - Ja - und dann kann ich wieder beruhigt zur Tages-Ordnung übergehen.

Zu deinem "Üblichen", wie du es halt "immer schon so machst"! Oder?

Klar doch - da spare ich doch Zeit und Aufwand - ich bleibe ja bei dem was ich schon gut kenne, was mir vertraut ist. - Da weiß ich, "was ich habe"!

Und "was hast du" - wenn du an den Anfang unseres Gespräches zurückgehst?

Ich hatte ein Angst- oder Abwehr-Gefühl, also ein ungutes Gefühl - und jetzt habe ich keines mehr - das ist doch gut!

Und du hast auch nichts verändert? - Ich meine damit "du hast nichts zu deinen Gunsten / zu deinem Vorteil / dass es DIR besser geht als bisher verändert"?

Natürlich nicht!
"..., dass es mir besser geht!" - wenn ich doch Angst und Abwehr gespürt habe! Ich denke, dann wird das, wovor ich Angst und Abwehr gespürt habe, mir auch nicht besonders gut tun - und für mich auch nicht besonders wichtig sein! -?-

Und das ist ein "Trugschluss"!
So betrügst du dich selbst um "deine Chancen" - und drehst dich weiter in "deinem engen Kreis", wie's immer schon war, wie du's immer schon so gemacht hast - wie du's halt kennst!

Ja und - was soll ich denn sonst?

Ich kann dich und deine Reaktion gut verstehen.
Ich denke, es ist ganz wesentlich auch eine Sache der Sicht-Weise!

Ich habe mich in den letzten Tagen mit einem alten Mann unterhalten - und der sagte unter anderem folgendes zu mir:
"Weißt du, mein Freund, manche Menschen sagen 'Essens-Geruch' sei unangenehm - sie gehen ihm aus dem Weg. - Ich finde 'Essens-Geruch' sehr interessant, auch wenn er mitunter meiner Nase nicht gerade schmeichelt - und ich gehe ihm nach!
- Meist führt er mich zur Quelle - und meist entdecke ich dort dann auch ein gutes und handfestes, manchmal auch ein köstliches Essen. - Auch wenn ich vorher keinen Hunger hatte - ein bisschen was hat immer Platz - und, ich habe festgestellt: Der Appetit kommt beim Essen!
Ja - und so ist 'Essens-Geruch' für mich ein Weg-Weiser geworden zu mehr Freude und zu mehr Lust am Leben! -
Das ist aber nur "ein" kleines Beispiel von vielen, vielen, täglichen!"

Ein weiser, alter Mann - ich denke nämlich jetzt an meine Ängstlickeits- und Abwehr-Gefühle und an mein "Vermeiden" (Jetzt nicht! - oder - Jetzt noch nicht! - oder - Später!)!

Wie treffend!
Mir ist da nämlich auch erst nach diesem Gespräch der Zusammenhang richtig bewusst- und klar-geworden ! - Ich kenne ja diese Fluchtmanöver, die du beschreibst, bei mir auch - und zwar sehr gut!
Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mir so nur schade, wenn ich "Angst vor meiner Angst" - oder "Angst vor meinen Gefühlen der Abwehr" habe. - Und dann bin ich mal in meine Angst/Abwehr hinein- und hindurch-gegangen - und plötzlich hat sich eine Menge verändert! -
Ich habe für mich ganz neue Freuden und neue zusätzliche Möglichkeiten dazu-entdeckt. Mein Leben wurde von da an auf diesem Weg immer reicher!

So ähnlich, wie auch bei einer lieben Freundin von mir:
Sie spürte Angst und Abwehr vor dem Rad-fahren. "Ich kann das nicht! - Ich habe das nie richtig gelernt! - Ich bin da überhaupt nicht gut!", sagte sie. - Da habe ich sie zum Tandem-fahren eingeladen! - Obwohl sie innerlich schlotterte, wie sie mir hinterher gestand, ist sie mitgefahren! - So entdeckte sie viele neue Freuden! - Und heute ist sie eine ausgefuchste, freche und sichere Rad-Fahrerin! -
Für sie, wie sie immer wieder sagt: Zugewinn von viel Freude!

Das stimmt, was du sagst! (nachdenklich)
Du hast gesagt: "Angst 'vor' der Angst"!
Das stimmt! - Ich habe dann Angst "vor" meiner Angst, Angst "vor" den unguten Gefühlen, Angst "vor" dem Neuen!
Das Grund-Gefühl, das da kommt - und das ich da als unangenehm oder auch als unbequem empfinde (Angst, Abwehr, Zögern usw.) ist "ein Gefühl", wie alle anderen Gefühle auch - und es will eine Botschaft abgeben - und wichtig genommen und beachtet werden!
Indem ich Angst vor diesen, meinen Gefühlen habe, stemple ich sie negativ ab. - Ich verwende eine negative Sichtweise! - Und damit schade ich mir selbst!

So sehe ich das auch!
Meistens ist es ja gar keine echte Angst, sondern nur ein Gefühl der Ängstlichkeit, der Unsicherheit, des Zauderns, des Zögerns - so ein krümeliges Gefühl im Bauch - und ganz tief drinnen sagt eine Stimme (auch wenn ich sie gar nicht hören will): "So würde es stimmen! - Da würde es zu meinem Besten (auch wenn unbequem) weitergehen!"
Angst, Ängstlichkeit, Abwehr, ungute Gefühle usw. können also auch Signale der Vorankündigung von mehr Freude sein! - Weg-Weiser!

Das heißt dann:
Dort, wo ich meine Angst oder auch Abwehr oder auch meinen inneren Widerstand spüre, das kann auch die Bedeutung haben:
"GEH WEITER - BLEIB DRAN - DIE RICHTUNG STIMMT - UND GEH DURCH - DA GEHT'S RICHTUNG NEU-LAND, NEUE ERFAHRUNGEN, NEUE UND ZUSÄTZLICHE MÖGLICHKEITEN NEUE UND ZUSÄTZLICHE FREUDEN ! GEH WEITER und BLEIB DRAN !"

Vor-Botschafter der Freude also!
Nach der Devise:

Dort wo Wärme zu spüren ist, 
Dort wo Feuchtigkeit 
     zu spüren ist,
Dort wo Ängstlichkeit und 
     Abwehr zu spüren sind - und
     Ausreden ihr Zuhause haben -

da gibt es sicherlich auch Feuer!
da gibt es sicherlich 
     auch Wasser!
da gibt es sicherlich  
     noch mehr Freude,
     die auf diesem Weg 
     anklopft und sich meldet!

Freude, die in das Leben mit-hereingenommen werden will!
Freude, die auch leben will!

Bemerkenswert!
Also Ängstlichkeit und Abwehr (z.B. Nicht jetzt gleich! Keine Zeit! usw.) können auch Weg-Weiser und Aufforderung sein: 
"Da geht's weiter! - Die Richtung stimmt! Geh weiter! Jetzt!!"

Und dann wird's "zunächst" vielfach unbequem!
Weil, jetzt muss ich ja eingefahrene Geleise verlassen, Veränderungen vornehmen, mir Zeit nehmen - wenn ich diesem inneren Signal folge.
Und es kann auch wesentlich anstrengender oder auch schmerzhafter werden.

Vorübergehend! - Für eine bestimmte Zeit!

Und dahinter steht dann: Mehr Freude!

Es ist, wie "durch ein Tunnel gehen!".
Erst wird es dunkler, dann heißt es weitergehen und dann wird es allmählich wieder heller - und dann kommt man auf der anderen Seite wieder heraus ins Licht!

Und die Freude will leben, mit Lust mit dabei sein! - Immer und überall! 
Und dort, wo es noch nicht so gut geht, treibt sie von innen! - Sie will ja "immer mehr werden" ! - Immer mehr Freude in meinem Leben ! - Dann schickt sie ihre Antreiber! - Unbequem, aber wirkungsvoll!
Und "die" wollen be-achtet und angenommen werden!

 

vorgestellt ab 10.12.10     Ungute Gefühle (Angst, Zaudern, Schmerzen usw.), wieso eigentlich "ungut"? Es sind Gefühle - und das Etikett "gut" oder "böse" kommt von mir selbst, indem ich es so interpretiere. Das ist nicht nur eine Einschränkung, sondern auch gefährlich, weil so die Versuchung entstehen kann, diesen "unguten" Gefühlen zu entkommen, sie wegzudrücken oder auch wegzuargumentieren, statt sie wichtig zu nehmen und den Ursachen nachzugehen. Ungute Gefühle wollen Wegweiser sein dürfen, die anzeigen, dass Neuland, neue Erfahrungen und Erweiterungsmöglichkeiten für das eigene Leben angesagt sind. Ungute Gefühle sind also eine Aufforderung, für mehr (neue) Freude zu sorgen.

siehe auch:    MOSAIK / Gefühle        MOSAIK / Schmerzen 

 

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